tierarztpraxis-bebra - Blutegel-Therapie
 

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Blutegeltherapie     

  http://blutegel-bei-tieren-anwenden.de.tl/Startseite.htm

 
Als Kind schon habe ich es fasziniert beobachte, wenn die Hausärztin hin und wieder Blutegel auf die offenen Beine meiner Oma setzte. Wurde mir doch schon früh erklärt, dass die offenen Beine meiner Oma sehr empfindlich sind und dass wir Kinder sehr achtsam und vorsichtig mit Omas Beinen sein müssen. Da verwunderte es mich schon sehr, dass diese kleinen, beißendnen und Blut saugenden Tiere absichtlich auf die empfindlichen Beine meiner Oma gesetzt wurden. Ich kann mich noch gut erinnern, dass die Wunden in den Tagen und Wochen nach der Behandlung oft gut verheilt waren und dass es Oma dadurch viel besser ging. 

Seither habe ich einiges über Blutegel und ihren heilenden Biss und Saugakt gelernt. Von der Natur abgeguckt, wo zu beobachten ist, das frei lebende Tier (Rinder, Pferde, Wildtiere) gezielt und wiederkehrend Tümpel aufsuchen, in denen Blutegel leben, gehört die Behandlung mit Blutegeln zu den ältesten Heilmethoden des Menschen.

Offensichtlich tut es schmerzenden, gestauten und entzündeten Körperregionen, Gelenken und schlecht heilenden Wunden gut, wenn Blutegel dort ihre Mahlzeit nehmen. Das Zusammenwirken der vielen verschiedenen Speichelinhaltsstoffe der Egel kann bis heute von der modernen Wissenschaft nicht im Detail erklärt oder gar nachgebaut werden, und doch werden Blutegel in der Erfahrungsmedizin nach wie vor mit sehr gutem Erfolg eingesetzt.

Wirkungsweise

Die Blutegeltherapie ist schon sehr alt und gehört zu den „aus- und ableitenden Verfahren“. Bei dem Saugvorgang kommt es pro Blutegel zu 5 bis 10  ml Blutverlust. Der Blutverlust soll eine entstauende, entzündungshemmende und blutverdünnende Wirkung haben. Stoffwechselschlacken und Körpergifte sollen ausgeleitet werden, der Lymphstrom soll beschleunigt werden, damit insgesamt die Selbstheilungskräfte des Körpers gefördert werden.

Entscheidend für die Wirkung ist der Speichel, der bei dem Saugvorgang vom Egel abgegeben wird. Man vermutet im Blutegelspeichel mehr als 250 verschiedene Substanzen, von denen heute nur knapp 20 bekannt und erforscht sein sollen. Die bekanntesten Bestandteile sind Hirudin, Calin, Eglin und Hyaluronidas. Zusammen mit den anderen Stoffen wird diesen Bestandteilen eine gerinnungshemmende, gefäßkrampflösende, lymphstrombeschleunigende, immunisierende und antibiotische Wirkung nachgesagt. Deshalb ist der Speichel entzündungshemmend, verbessert die Fließfähigkeit des Blutes, und regt den Stoffwechsel und das Immunsystem an. Die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sollen erhöht, der Alterungsprozess verlangsamt, das Immunsystem stabilisiert und die Blutbildung angeregt werden.

Einsatzgebiete

In der Tiermedizin werden wie in der Humanmedizin auch Blutegel bei ganz unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt. Z.B. Arthrose, Abszesse, Blutergüsse, Hufrehe, Gallen und Piephacken, Operationsnachsorge, Blutohr, Hufrollenentzündung, Spondylose, Sehen- und Sehenscheidenentzündungen etc. Insbesondere bei infizierten und schlecht heilenden Wunden und bei akuten und chronischen Schmerzzuständen, leisten Blutegel großartige Hilfe. Es gibt Erfahrungsberichte über die Behandlung von Hunden, Katzen, Pferden, Rindern, sowie Schaf und Ziege.

Meist reichen wenige (1 - 3) Behandlungen aus, um die Dosis der Schmerzmittel deutlich zu senken oder gar für Wochen und Monate ganz auf Schmerzmittel verzichten zu können.  Schlecht oder nicht heilende Wunden heilen nach der Behandlung zügig ab. Die Behandlung wirkt über Wochen und Monate im Körper nach und es reicht meist aus, 1 - 2 Mal pro Jahr Blutegel einzusetzten.

Selbstverständlich verwende ich ausschließlich Zucht-Egel, die ich bei der Biebertaler Blutegelzucht GmbH beziehe.  
www.blutegel.de  

 
Einen interessanten Bericht über den Einsatz von Blutegeln in der Humanmedizin wurde am 19.02.2013 im NDR ausgestrahlt. diesen Bericht können Sie sich über diesen Link ansehen: http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/schmerz/blutegel102.html


 

 Bei Interesse stellen Sie mir Ihr Tier gerne in der allgemeinen Kleintiersprechstunde zur Untersuchung vor oder vereinbaren Sie für Pferde und andere Großtiere telefonisch einen Hausbesuchstermin zur Untersuchung. Nach der Untersuchung des Patienten kann entschieden werden, ob eine Behandlung mit Blutegeln erfolgreich sein kann.